Lange habe ich überlegt, welche Gedanken für außen bestimmt sind und welche ich lieber für mich behalte, welche Denkanstöße ich bieten möchte und welchen Mehrwert dieser Blog bieten kann.
Dieser Blog soll allen Menschen dienen, die sich der Wahrheitssuche verschrieben haben und sich täglich in ihren Dienst stellen. Ihnen soll der Blog eine kleine Hommage sein um sie unterstützen, ihren Weg unbeirrt weiterzugehen. Er ist der Versuch, meine Gedanken über die Welt und die Zeit, in der ich lebe, zu sortieren und in das Größere einzuordnen.

Die Themen hier unterscheiden sich nicht von denen, die sich seit Jahren in meinem Tagebuch wälze und die ich nicht nur für mein Leben als wichtig erachte. „Pillars of Truth“ ist für mich der Ort, an dem ich diese Beobachtungen, Gedanken und Überlegungen teile und so zum Nachdenken anregen möchte. Ich möchte, dass wir uns als Gemeinschaft über ganz grundlegende Fragen wieder Gedanken machen und sie im Austausch miteinander respektvoll diskutieren. Dabei geht es vor allem um
- unser Verständnis von Freiheit und die permanenten, schon fast sozial inhärenten Angriffen auf sie, die Vereinbarkeit der Werte Freiheit und Sicherheit sowie das Spannungsverhältnis zwischen individueller und kollektiver Freiheit;
- die Frage nach dem besten Zusammenleben, nach dem Verhalten des Einzelnen und nach alternativen Formen der Gemeinschaft und ob diese außerhalb des derzeit existierenden Systems oder auch darin zu realisieren sind;
- Möglichkeiten, unterschiedliche Meinungen in einen fruchtbaren Austausch zu bringen;
- Demokratie, ihr Ideal und die tatsächliche Ausprägung und ob es einen „besseren“ Weg gibt, der angestrebt werden sollte;
- und ob das alles ausreicht für ein Leben in Würde und Gemeinschaft oder ob es mehr gibt, an dem wir uns orientieren sollten und dem wir Raum geben müssen.
Ich kenne die absolute Wahrheit nicht und vertrete hier eine Haltung. Eine Meinung kann sich daraus jeder selbst bilden – mehr dazu in meinem Selbstverständnis.
Neben tiefsinnigeren Beiträgen finden sich auch Eindrücke aus meinem Alltag, meiner Arbeit als Journalistin und von besonderen Erlebnissen, die mich berührt und ihre Spuren hinterlassen haben.
Der Name des Blogs ist von einem meiner Lieblingsbücher inspiriert, Ken Follets historischem Roman „Die Säulen der Erde“ (englisch „Pillars of the Earth“). Ich halte den Roman für großartig recherchiert, informativ, unterhaltsam und schonungslos realistisch. Diesem Vorbild folgend hat dieser Blog den Anspruch, der Wahrheit auf den Grund zu gehen und die Folgen aufzuzeigen, die sich ergeben, wenn das Fundament instabil oder wackelig wird. Hier und da ist auch ein Appell versteckt, was meiner Meinung nach jeder von uns im Kleinen tun kann, um der Wahrheit und Freiheit ihren Platz einzuräumen. Wir sind alle auf Austausch untereinander angewiesen, um Gedanken und Sichtweisen überprüfen und anpassen zu können und dadurch zu lernen.
Ich hoffe, jeder Leser und jede Leserin findet auf meiner Seite etwas, das ihn oder sie bereichert und Gedankenanstöße bietet. Wenn wir uns für das Gute einsetzen und selbst ins Handeln kommen, kann daraus etwas Großes, etwas Besseres erwachsen, das uns allen dient und das (Zusammen-)Leben lebenswerter macht. Auch wenn ich mich als Realistin bezeichne, komme ich nicht umhin, der Optimistin in mir Raum zu geben und die Hoffnung nicht zu verlieren. Denn wenn ich nicht daran glaube, dass mein Beitrag einen Unterscheid macht, was bleibt mir dann noch?
I.C.L., 2024

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